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Home :: Freitagsgebet :: Archiv :: 21.08.2009 - Der Umgang mit dem Heiligen Qur’an
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Redner: Ayatollah Dr. Reza Ramezani

Der Umgang mit dem Heiligen Qur’an

 
Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.
Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.
 
Der Heilige Qur’an wurde seit seiner Sendung auf zweierlei Weise entgegen genommen. Die positivere Aufnahme zeichnet sich dadurch aus, dass er als ein von Gott offenbartes Buch anerkannt wurde, d. h. als ein Buch, das von Gott mittels Seines Propheten (s.a.s.) zur Rechtleitung der Menschheit gesendet wurde. Der Heilige Qur’an wird respektiert und seine Grenzen werden nicht verletzt. Der Glaube an ihn ist Teil des Bekenntnisses, und seine Anweisungen werden im Leben eingehalten.
 
Weiter ist man davon überzeugt, dass dieses himmlische Buch ein ewiges Wunder des letzten Propheten (s.a.s.) ist, das niemand herausfordern kann. Niemand kann eine Sure, wie sie im Heiligen Qur’an steht, verfassen, gleich ob er es alleine oder mit der Hilfe anderer versucht. Es muss nicht einmal eine besonders lange Sure sein - niemand ist imstande, auch nur die kürzeste Sure des Qur’ans nachzuahmen. Zweifelsohne gibt es Menschen, die den Qur’an auf diese Art entgegen genommen haben, ihn respektieren, seine Grenzen nicht überschreiten und bemüht sind, ihn zu praktizieren. Sie haben den Weg der Glückseligkeit gewählt, und durch ihre Wahl ihren Glauben und ihre Verpflichtung gezeigt.
 
Die andere, eher negative Weise, den Heiligen Qur’an entgegenzunehmen, ist der zuvor beschriebenen entgegengesetzt. Die Menschen dieser Kategorie haben weder an ihn geglaubt, noch sich ihm verpflichtet oder ihn praktiziert. Sie bekämpfen ihn, und versuchen ihm entgegenzuwirken. Der negative Empfang des Qur’ans umfasst also Leugnung, Hohn, Verleumdung, Streit, Anfechtung, Missbrauch, Zweifel, Aberkennung, Beschuldigung, Verschwörung, Ausflüchte, Befolgen der früheren Generationen, Beleidigung, Aufruhr, Ungehorsam, Distanz und Abhalten anderer vom Heiligen Qur’an.
Die Abkehr vom Heiligen Qur’an hat verschiedene Stufen, die alle zu heftigerem Verhalten wie Aberkennung, Blasphemie und Verleugnung führen. Manche Verhaltensweisen sind aber etwas niedriger eingestuft als das Bekämpfen des Qur’an, wofür nun einige Beispiele angeführt werden.
 
Eine Gruppe der Bekämpfer des Qur’an, die ihre Interessen gefährdet sahen, versuchten ihren Anhängern einzureden, auf keinen Fall den Qur’anversen zu lauschen; somit verschlossen sie ihnen den Zugang zur Wahrheit.
„Eine Offenbarung von dem Gnädigen, dem Barmherzigen. Ein Buch, dessen Verse klar gemacht worden sind - es wird viel gelesen; es ist in fehlerloser Sprache - für Leute, die Wissen besitzen. Bringer froher Botschaft und Warner. Doch die meisten von ihnen kehren sich ab, so dass sie nicht hören.“[1]
 
„Und die Ungläubigen sprachen: ‚Hört nicht auf diesen Qur’an,
sondern macht Lärm darein, damit ihr die Oberhand behaltet.’“[2]
„O ihr Gläubigen, glaubt an Gott und Seinen Gesandten und an das Buch, das Er Seinem Gesandten herabgesandt hat, und an die Schrift, die Er zuvor herabsandte. Und wer nicht an Gott und Seine Engel und Seine Bücher und Seine Gesandten und an den Jüngsten Tag glaubt, der ist wahrlich weit irregegangen.“[3]
 
Auf Blasphemie folgt unweigerlich die Leugnung des Qur’ans:
 
Dieser (Qur’an) ist eine Ermahnung, voll des Segens, die Wir hinabgesandt haben: wollt ihr sie nun verwerfen?“[4]
Zweifelsohne werden diejenigen die nicht an den Qur’an glauben und ihn leugnen, ihn auch verspotten und darum verbietet der Qur’an ihre Gesellschaft:
 
„Und Er hat euch schon in dem Buch offenbart: wenn ihr hört, dass die Zeichen Gottes geleugnet und verspottet werden, dann sitzet nicht bei ihnen (den Spöttern), bis sie zu einem anderen Gespräch übergehen; ihr wäret sonst wie sie. Wahrlich, Gott wird die Heuchler und die Ungläubigen allzumal in der Hölle versammeln.“[5]
 
Selbstverständlich bringen diejenigen, die den Heiligen Qur’an verspotten, auch all seinen Anweisungen und Regelungen nur Hohn entgegen. Derart ist ihr Verhalten den Regelungen des Qur’an gegenüber: Sie verspotten jede göttliche Anweisung. Und der Friede und die Gnade Gottes und Seine Segnungen seien mit euch.


Fußnoten:
[1] Sure FuÈÈilat, Verse 2-4.
[2] Sure FuÈÈilat, Vers 26.
[3] Sure an-NisÁ’, Vers 136.
[4] Sure al-AnbiyÁ’, Vers 50.
[5] Sure an-NisÁ’, Vers 140.

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