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Redner: Ayatollah Dr. Reza Ramezani

Die Folgen der Ablehnung des Heiligen Qur’an (1)

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.
Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.
 
Diejenigen die sich dazu entschließen, sich den göttlichen Versen zu widersetzen, gehen in die Irre und scheitern. Sie begehen Verrat und schaden damit dem Individuum und der Gesellschaft. Nachfolgend werfen wir einen flüchtigen Blick auf die üblen Folgen dieser Unachtsamkeit aus der Sicht des Qur’an, um damit alle vor den vielfältigen Schwierigkeiten zu warnen, die entstehen, wenn man sich dem Qur’an widersetzt. Wer den Qur’an ablehnt, dementiert die Wahrheit; er begegnet der Wahrheit und ihren Anzeichen mit Groll, Achtlosigkeit und Hochmut und kehrt allen derartigen Anzeichen den Rücken zu und dementiert sie:
 
 „Auch nicht ein Zeichen von den Zeichen ihres Herrn kommt zu ihnen, ohne dass sie sich davon abwenden. So haben sie die Wahrheit verworfen, als sie zu ihnen kam; bald aber soll ihnen Kunde werden von dem, was sie verspotteten.“[1]
 
Die Wahrheit zu dementieren führt zweifelsohne dazu, dass man sich vom Monotheismus abwendet und diesen Weg niemals wieder findet:
 
 „Das ist Gott, euer Herr, Schöpfer aller Dinge. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Wie lasst ihr euch da abwendig machen? Also lassen sich nur die abwendig machen, die Gottes Zeichen leugnen.“[2]
 
Es ist eine weitere hässliche Folge der Ablehnung des Qur’an, dass das Interesse des Teufels geweckt wird, denn Menschen, die den Qur’an ablehnen, öffnen den Versuchungen des Teufels Tür und Tor. Der Teufel wird sie vom Weg abbringen, weil sie es ihm ermöglicht und ihm Zugang zu sich gewährt haben.
 
 „Erzähle ihnen die Geschichte dessen, dem Wir Unsere Zeichen gaben, der aber an ihnen vorbei glitt; so folgte Satan ihm nach, und er wurde einer der Irregegangenen. Und hätten Wir es gewollt, Wir hätten ihn dadurch erhöhen können; doch er neigte der Erde zu und folgte seinem bösen Gelüst. Er gleicht daher einem Hund: treibst du ihn fort, hängt er die Zunge heraus, und beachtest du ihn nicht, hängt er auch die Zunge heraus. Gerade so geht es Leuten, die Unsere Zeichen leugnen. Darum erzähle (ihnen) die Geschichten, auf dass sie sich besinnen. Schlimm steht es mit Leuten, die Unsere Zeichen leugnen, und wider sich selbst gesündigt haben.“[3]
 
Am Anfang des Verses fordert Gott seinen Propheten (s.a.s.) dazu auf, den Menschen diese Geschichte zu erzählen, damit sie wissen, dass sie vom Weg abkommen, den teuflischen Versuchungen verfallen und in die Irre gehen werden. Man sollte aus diesen Geschichten lernen, denn diese Gefahr bedroht alle Menschen. Sie sollten ihre Identität und ihre Wahrheit bewahren und die göttlichen Prüfungen, denen sie tagtäglich unterzogen werden, erfolgreich ablegen. Dieser Vers deutet damit an, dass diese Gefahr nicht für die Ungläubigen und Polytheisten besteht, sondern dass es auch Menschen gegeben hat, die anfangs zu den Reihen der Gläubigen gehörten, jedoch geprüft wurden und leider versagten. Sie verloren ihren Glauben und gesellten sich zu den Irregegangenen. Aus irgendwelchen Gründen tappten sie in die Falle des Teufels und kamen vom rechten Weg ab. Der Vers besagt, dass der Teufel im Hinblick auf diese Menschen zuerst die Hoffnung verloren hatte, weil sie voll und ganz auf dem Pfad der Rechtschaffenheit wanderten. Nachdem sie aber davon abkamen, kam der Teufel unmittelbar zu ihnen und brachte sie in Versuchung. Schließlich führte er sie zu den anderen Irregegangenen.
Weiter geht aus diesem Vers hervor, dass der Mensch seine freie Wahl hätte nutzen und diese Prüfung erfolgreich bestehen können, doch seine niederen Neigungen ließen ihn niederstürzen und da enden, wo er sich zeit seines irdischen Lebens mit vergänglichen materiellen Genüssen befassen wird; und daran trägt er selbst die Schuld, wie der Heilige Qur’an feststellt:
 
Und hätten Wir es gewollt, Wir hätten ihn dadurch erhöhen können; doch er neigte der Erde zu und folgte seinem bösen Gelüst.
 
Beachtenswert ist, dass solche Menschen mit einem Hund verglichen werden, dessen Zunge stets wie die durstiger Tiere heraushängt: wie der Hund, der immer hechelt; so hechelt er, wenn ihr ihn wegtreibt… Ihre Gier für diese Welt ist zu einer Krankheit geworden, und ihre Neigungen trieben sie so weit, dass sie unersättlich geworden sind. Dies gilt nicht nur für die von diesem Vers angesprochenen Personen, sondern für alle Menschen, die die Verse des Qur’an ablehnen: „Das ist das Gleichnis der Menschen, die Unsere Zeichen für Lügen halten…“ Dies ist ein Maßstab und ein Kriterium für alle, die von diesem Übel heimgesucht wurden und sich dem Pfad des Elends und der Niedertracht hingaben.
 
Gott sagt am Ende dieses Verses, dass diese Menschen nicht Ihm, sondern sich selbst Unrecht taten und ihr spirituelles Vermögen verloren. Sie verkauften die Wahrheit ihrer Existenz für einen geringen Preis und nahmen sich somit alles, was sie besaßen:
 
 „Das Beispiel der Menschen, die Unsere Zeichen für Lügen halten und sich so unrecht tun, ist gewiss ein schlechtes Beispiel.“[4]
 
Und der Friede und die Gnade Gottes und Seine Segnungen seien mit euch.

Fußnoten:
[1] Sure al-An`am, Verse 4 und 5.
[2] Sure Ghafir, Verse 62 und 63.
[3] Sure al-A`raf, Verse 175-177.
[4] Sure al-A`raf, Vers 177.

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