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Redner: Ayatollah Dr. Reza Ramezani

Die Folgen der Ablehnung des Heiligen Qur’an (2)

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.
Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.
 
Zweifelsohne werden die, die sich den Versen des Qur’an widersetzen, in beiden Welten Rechenschaft ablegen müssen. Sich vom Qur’an abzuwenden hat viele Folgen, wovon einige bereits in der Ansprache der vergangenen Woche erwähnt wurden, und weitere andere Konsequenzen nachfolgend dargelegt werden.
 
Eine dieser besonders wichtigen Auswirkungen ist das Unrecht, das man sich selbst zufügt. Wer die Zeichen Gottes dementiert und ablehnt, leugnet damit die Grundlage des Glaubens und der Religion, und das ist das größte Unrecht, dass man sich selbst zufügen kann. Der Mensch geht dadurch irre und handelt sich großes Unglück ein. Er verliert seine wahre Identität:
„Schlimm steht es mit Leuten, die Unsere Zeichen leugnen,
und wider sich selbst haben sie gesündigt.“[1]
 
In anderen Versen wurden die Qur’anleugner zu den grausamsten Unterdrückern gezählt.[2] Aus diesem Grund sind sie Gottes Zorn ausgesetzt:
 
„und (sie luden Gottes Zorn auf sich); dies, weil sie die Zeichen Gottes verwarfen.“[3]
 
Sie sollten jede Hoffnung auf das göttliche Erbarmen aufgeben:
„Diejenigen, die nicht an die Zeichen Gottes und an die Begegnung mit Ihm glauben - sie sind es, die an Meiner Barmherzigkeit verzweifeln. Und ihnen wird eine schmerzliche Strafe.“[4]
Durch ihr Denken und ihren Unglauben haben sie ihre Wahrnehmungskraft beeinträchtigt und sich selbst des Erfolgs beraubt.[5] Sie richten einen Schaden an, der nicht so leicht behoben werden kann. Sie verlieren das Potenzial ihrer Existenz und verhindern ihr Fortschreiten und ihre Vervollkommnung:
 
 „und jene, die nicht an die Zeichen Gottes glauben, sie sind die Verlierenden.“[6]
 
Sie verhindern ihre Glückseligkeit, weil sie deren Grundlage, d. h. den Glauben an die göttlichen Zeichen verlieren[7] und sich damit selbst zu Elend, Armut und Krankheit verurteilen.[8]
 
Eine weitere Konsequenz der Leugnung der göttlichen Offenbarung ist die, dass man sich die Gesellschaft der Gläubigen verwehrt. Der erhabene Herr spricht zu den Gläubigen und untersagt ihnen die Gesellschaft derer, die die göttlichen Zeichen leugnen[9], so dass die Leugner in ihren dunklen Irrwegen verbleiben:
 
 „Die aber Unsere Zeichen leugneten, sind taub und stumm in Finsternissen. Wen Gott will, lässt Er in die Irre gehen, und wen Er will, führt Er auf den geraden Weg.“[10]
 
Respektlosigkeit den göttlichen Zeichen gegenüber kann die Menschen in die Irre führen und vernichten, weil ihnen die Rechtleitung eines Sachwalters, auf den sie für die Erkenntnis des rechten Weges angewiesen sind, verwehrt bleibt:
 
 und wen Er irregehen lässt, für den wirst Du keinen Beschützer und keinen Führer finden.[11]
 
Zweifelsohne schadet der Irregegangene nur sich selbst, indem er seinen Weg verloren, sich vom Qur’an abgewandt und seine Rechtleitung abgelehnt hat:
 Wahrlich, Wir haben Dir das Buch mit der Wahrheit hinab gesandt zum Heil der Menschheit. Wer rechtgeleitet ist, der ist es zu seinem eigenen Besten; und wer irregeht, der geht irre zu seinem Schaden. Und Du bist nicht Wächter über sie.“[12]
 
Solche Menschen sind nicht zu den Gläubigen zu zählen.[13] Sie werden sich eine Mentalität der Lügen und Verleumdungen aneignen und behaupten, diese Verse hätte ein Mensch dem edlen Propheten (s.a.s.) beigebracht.[14]
 
Andere Verse besagen, dass diejenigen, die den Qur’an anfechten, sich selbst die göttliche Rechtleitung und den himmlischen Segen vorenthalten[15], wodurch sie der Würde eines Menschen nicht gerecht werden und zu den wertlosen Wesen gehören werden. Eitelkeit, Stolz und Eigensinn wird sie überkommen. Sie sündigen häufig und auf vielerlei Art. Sie scheuen vor keinem Verbrechen und keinem Verrat zurück, und am Tag der Auferstehung wird ihnen zweifelsfrei der Zutritt ins Paradies versperrt[16] und die göttliche Gunst verwehrt bleiben.
 
Reumütig und wertlos werden sie am Tag der Auferstehung erscheinen, während sie schwere Rechenschaft und Strafen erwarten. Sie haben ihr Leben verschwendet, denn sie sind vor dem Licht des Qur’an geflohen, so dass sie die Wahrheiten nicht erkennen konnten; somit haben sie sich nichts anderes verdient, als von Gott getadelt, gescholten und verflucht zu werden. Man sollte seine Zuflucht zu Gott nehmen, bevor man einen solchen Zustand erreicht und seinen Weg zur Glückseligkeit verliert. Und der Friede und die Gnade Gottes und Seine Segnungen seien mit euch.
 
 


Fußnoten:
[1] Sure al-Araf, Vers 177.
[2] S. Sure al-An`am, Vers 157; Sure al-Kahf, Vers 57 und Sure as-Sajda, Vers 22.
[3] Sure al-Baqara, Vers 61.
[4] Sure al-Ankabut, Vers 23.
[5] Sure an-Nisa’, Vers 155.
[6] Sure az-Zumar, Vers 63; s. Sure Yunus, Vers 95 und Sure al-Mu’minun, Verse 103-105.
[7] Sure al-An`am, Vers 21; Sure al-Mu’minÚn, Vers 17.
[8] Sure al-Baqara, Vers 61.
[9] Sure an-Nisa’, Vers 104 und Sure al-AnþÁm, Vers 68.
[10] Sure al-An`am, Vers 39.
[11] Sure al-Kahf, Vers 17.
[12] Sure az-Zumar, Vers 41.
[13] Sure al-A`raf, Vers 72.
[14] Sure an-Nahl, Vers 103.
[15] Sure al-A`raf, Vers 40.
[16] Sure al-A`raf, Vers 40.

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