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Bericht über das 50jährige Jubiläum der Imam Ali (a.s.) Moschee und des islamischen Zentrums Hamburg




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Die schöne, himmelblaue Imam Ali (a.s.) Moschee, welche über dem Alster See wie ein Diamant im Herzen
/media/gross/image/album/album-2012/50-salgarde-masjed/IMG-7654.jpg Europas glänzt, feierte nach einem halben Jahrhundert religiöser und kultureller Verdienste und der Repräsentation eines moderaten Islams sein fünfzigstes Jubiläum. Diese prachtvolle Feier fand am Samstag, dem 25. August 2012 statt.

Die Feierlichkeiten wurden umfangreich in den Medien angekündigt und wurden auch sehr zahlreich besucht. Mehr als 4.000 deutsche, iranische, türkische, arabische, afghanische und pakistanische Muslime und Nichtmuslime fanden an diesem Tag zusammen und feierten diesen unvergesslichen Tag.

Die Veranstaltung fand zwischen 10:00 und 19:30 Uhr statt und während der ganzen Feierlichkeiten gaben die Wegweiser umfangreiche Auskünfte über die Fassade sowie über die Innenausstattung des Zentrums. Die Besucher besichtigten auch die Kiosks mit kulturellen Produkten sowie den Stand für das deutschsprachige Al-Fadschr Magazin, bevor sie die Akademie und die Bibliothek des Zentrums besuchten. Dort wurden ihnen Fragen beantwortet und es wurde auch traditionelle, iranische Musik gespielt. In der Kunstausstellung wurden traditionelle, iranische Werke der Kunst wie z.B. Kalligraphie, Zeichnungen und Kunstteppiche zur Schau gestellt.

Der Gebetsruf ertönte zum ersten Mal aus den Minaretten der Imam Ali (a.s.) Moschee

Eines der interessantesten und auch wichtigsten Programme dieses Tages war der Gebetsruf, der von den Minaretten der Imam Ali (a.s.) Moschee abgespielt wurde. Es hatten sich eine beträchtliche Menge von Muslim/media/gross/image/album/album-2012/50-salgarde-masjed/IMG-7291.jpgen und Gottsuchenden Gläubigen von Nah und Fern im Vorhof der Imam Ali (a.s.) Moschee versammelt und hörten, mit Tränen der Rührung in den Augen, wie der Gebetsruf von den Minaretten ertönte. Es ist erwähnenswert, dass gleichzeitig mit dem Gebetsruf auch 50 weiße Tauben von den Minaretten fliegen gelassen wurden. Das Mittags- und Nachmittagsgebet wurde in einer prachtvollen und spirituellen Atmosphäre als Gemeinschaftsgebet verrichtet. Hier hatten die nichtmuslimischen Besucher die Gelegenheit, das Gebet aus dem Obergeschoss der Moschee zu beobachten und sich den prachtvollen Gottesdienst der Muslime anzusehen.

Im Rahmen dieser Feierlichkeiten wurden auch die Hochzeiten mehrerer, junger Paare gefeiert, wovon manche erst kürzlich zum Islam konvertiert waren. Es wurde ein wunderschöner Brauttisch in einem der Säle des Zentrums gedeckt und die Trauung der Paare wurde von zahlreichen Teilnehmern besucht.

Die Denker, Experten und Vertreter anderer Religionen gratulieren zum 50. Jubiläum des Zentrums

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Am Nachmittag dieser Veranstaltung fand ein großes Treffen der Denker, Experten und Vertreter verschiedener Religionen statt. Verschiedene Persönlichkeiten hielten Referate und jeder sprach etwas über die Aktivitäten des Zentrums vor allem im Zusammenhang mit dem interreligiösen Dialog und der Rolle des Zentrums beim Repräsentieren eines moderaten Islams in Deutschland und ganz Europa. Zu den Rednern gehörten Hojjatulislam Ansari, einer der ehemaligen Imame des Zentrums, Detlef Görig, Religionsbeauftragter der Kirchen Norddeutschlands im Dialog mit dem Islam, DI Scheich Attar, der iranische Botschafter in Deutschland, Herr Sami Yusuf, Vertreter der jüdischen Gemeinde im interreligiöse Verband Hamburg, Herr Kizilkaya vom Koordinationsrat der Muslime, Herr Scheich Murtaza Agbolagh, Vertreter des Verbands türkischer Gelehrten, Scheich Sabah ed din, Vorstand des Schiitenverbands in Berlin, Herr Dr. Yaldasch, Vorsitzender des Muslimenrats Hamburg sowie zwei Gründungsmitglieder des Vertrautenrats der Moschee.

Der Botschafter der islamischen Republik Iran in Deutschland sagte, die Gründung der Imam Ali (a.s.) Moschee sei durch den Wunsch und die Zusammenarbeit zweier Gruppen von Leuten entstanden. Beide gehörten zu Muslimen, die nach Deutschland migriert hatten und mit der deutschen Gesellschaft interagi/media/gross/image/album/album-2012/50-salgarde-masjed/IMG-7891.jpgeren wollten. Die erste Gruppe waren die Händler, die in Ruhe und Frieden ihr Geschäft mit den Deutschen machen wollten und die zweite waren die Studenten, die das Wissen und den Dialog suchten. Herr Dipl. Ing. Scheich Attar beschrieb die Imame des Zentrums und sagte: Die Imame, die von Anbeginn der Aktivitäten des Zentrums dessen Leitung übernahmen, waren Freunde der Philosophie, Logik und des Dialogs und haben die Aktivitäten des Zentrums entsprechend gesteuert. Die Imame dieser Moschee haben immer schon Botschaften des Friedens, des Verständnisses und des Dialogs mit sich gebracht und einen moderaten Islam vertreten. Ein Beispiel dessen sieht man heute, wo sich die Vertreter vieler Religionen getroffen haben um das 50 jährige Jubiläum dieser Moschee, die stets ein Zentrum des Dialogs gewesen ist, zu feiern.“

Der letzte Redner dieser Veranstaltung war Ayatollah Dr. Ramezani, derzeitiger Imam und Leiter des islamischen Zentrum Hamburg. Er bedankte sich für die Teilnahme und Anwesenh/media/gross/image/album/album-2012/50-salgarde-masjed/IMG-6448.jpgeit der vielen Menschen sowie der wissenschaftlichen und kulturellen Persönlichkeiten, und auch der Vertreter verschiedener Moscheen und Zentren aus ganz Deutschland bei dieser unvergesslichen Feier. Er betonte, dass es zu den wichtigsten Eigenschaften dieses Zentrums gehört, direkt mit der religiösen Führung der Schiiten in Verbindung zu sein und einen moderaten Islam zu repräsentieren, der keinen Extremismus kennt. Er fügte hinzu: Die oberste schiitische Instanz hatte schon seit der Gründung dieses Zentrums eine wichtige Rolle darin, dessen Interessen zu vertreten und es zu leiten. Diese Moschee wurde mit der Unterstützung des Großayatollahs Borudjerdi gegründet und hat seither stets die Aufmerksamkeit anderer, hoher geistlicher Instanzen des Schiitentums genossen. Das wichtigste Ziel dieses Zentrums ist es, den Menschen zu helfen, ihre Religion zu bewahren, die islamischen Lehren zu erläutern und religiöse Zweifel zu be/media/gross/image/album/album-2012/50-salgarde-masjed/IMG-6575.jpgseitigen. Es vertritt immerwährend einen moderaten Islam, der sich durch Vernunft, Gerechtigkeit, Spiritualität, Freiheit und Sicherheit kennzeichnet und deswegen auch eine besondere Position unter den religiösen Akademien der Schiiten und Sunniten hat. Es gehört zu den ersten Zentren, die Gastgeber des unterreligiösen Dialogs waren und nun schon seit Jahren mehrere Konferenzen veranstaltet, die diesem Dialog dienlich sein sollen. Zu den wichtigen Strategien dieses Zentrums gehört es, alle Religionen und Schriften zu respektieren. Einen Gesandten Gottes zu beleidigen gleicht dem, alle Gesandten Gottes zu beleidigen. Man sollte im Namen der Freiheit nicht die Heiligtümer der Menschen verletzen. Klare Grenzen müssen zwischen Satire, Meinungsfreiheit und einer Beleidigung der göttlichen Schriften und Propheten gezogen werden.

Die Veranstaltung endete mit Bittgebeten verschiedener monotheistischen Religionen. Alle Anwesenden wurden zunächst gebeten, sich im Hof zu versammeln, und anschließend wurden Gebete von den Vertretern des Christentums und des Judentums, gefolgt von Ayatollah Ramezani als Vertreter des Islams verrichtet, wobei sich alle unter der Kupp/media/gross/image/album/album-2012/50-salgarde-masjed/IMG-6600.jpgel der Moschee befanden.

Zum Abschluss wurden alle Gäste zu den gedeckten Tischen gebeten, wobei auch eine Torte mit 5 Etagen angeschnitten wurde, die zu diesem 50jährigen Jubiläum sehr schön verziert worden war. Allen Gästen wurden Mehlspeisen und Süßigkeiten serviert.

Es ist erwähnenswert, dass während der Veranstaltung Broschüren über die Aktivitäten des Zentrums sowie mit Informationen zum Islam, Postkarten der Moscheen sowie traditionell iranische Mehlspeisen unter den Gästen verteilt wurden.

Im Hof des Zentrums wurden den Besuchern iranische Gerichte, verschiedene Buffets sowie Tee und Kaffee angeboten.

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